Spherical Space, Curved Time and other Spiraling Journeys

touching in an undercurve - berühren im landen
approaching on spiraling trajectories - sich in spiralen annaehern
accelerating in curves to meet - beschleunigt in kurven treffen
exploring micro movement - mikrobewegung erforschen
spine cradles - wirbelsäulen wiegen
bending perception - wahrnehmung biegen
swinging along possibilities - sich an möglichkeiten entlang schwingen
permeating layers - schichten durchdringen
undulating intentions - verwickelte Nervensysteme
entangled nervous systems - wellenfoermige Intentionen 
tangential passings - tangentiales passieren

 

​Kira Kirsch

Kira Maria Kirsch ist Bewegungskünstlerin, wurde in Ost-Berlin geboren und nach sieben Jahren in San Francisco und mehreren nomadischen Jahren, lebt sie jetzt mit ihrer kleinen Familie wieder in Berlin in den Lake Studios. Sie involviert sich stark in der Erschaffung, Hinterfragung und Verbesserung von Möglichkeiten das Geist-Körper-Bewegung-Kontinuum zu erfahren, mehr darüber zu lernen und sich darauf zu sensibilisieren. Seit über einem Jahrzehnt leistet sie Pionierarbeit, unterrichtet und forscht kontinuierlich aus Sicht von Axis Syllabus (AS), ist Co-Organisatorin des Nomadic College bei Earthdance, leitet Lehrer_innen-Fortbildungen und gründete eine Plattform für Forschung in der Bay Area, Kalifornien. International unterrichtet sie unter anderem auf zahlreichen Kontakt Festivals (Cmc, Ibiza, Wccif, Intouch) und zeitgenössischen Tanzfestivals (ImPulsTanz, Tsekh Moscow, SEAD, K3 Kampnagel, Transformation/Montreal etc.).
 Als Performerin tanzte sie in den Stücken von David Szlasa (US), Sara Shelton Mann (US), Avy K. Productions (RU), Christine Bonansea (US/FR), Halfmachine (DK), ABCdance collective/Frey Faust, bei der Compagnie von Anna Tenta (AT) und in zahlreichen Kollaborationen mit ihren Kolleg_innen. Im Jahr 2009 begann sie die Zusammenarbeit mit der in Montreal lebenden Künstlerin Kelly Keenan. Ihre Kreationen „species - a moving body exposition” und „useless creatures“ wurden in den USA, Kanada und Österreich präsentiert.
Seit 2014 ist sie Kuratorin und Gründerin von SENSING IN dance festival - eine Initiative in Berlin rund um Axis Syllabus, somatische und zeitgenössische Techniken und Improvisation.​

Kinetisches Potential und vollständige Präsenz

Kontaktimprovisation kann als postmoderne Tanzimprovisationstechnik gesehen werden, bei welcher sich der Tanz durch die direkte Berührung zweier oder mehrerer Körper inspiriert und durch verschiedenste Dynamiken und Qualitäten gekennzeichnet ist. Besonders spannend ist dabei, dass diese Bewegungen nicht nur aus der eigenen Kreativität entspringen, sondern konstant aus der physischen Kommunikation mit dem/n Partner/n gespeist werden. Daher wird dieser Tanz für einen selbst nie vorhersehbar oder formelhaft, sondern stets frisch und tatsächlich improvisiert. In diesem Workshop werden wir genau an diesem Punkt anknüpfen: Wir werden die Möglichkeiten der Beteiligten berücksichtigen und versuchen, uns den sich stetig neu ergebenden Situationen offen zu stellen und verhindern, dass unsere Vorstellungen, Wünsche und Ideen uns dabei im Weg stehen. Besonders schön ist, dass dieser Prozess des sich Vergegenwärtigens und des Erkennens des kinetischen Potentials der jeweiligen Konstellation der Körper bereits Tanz ist, also nicht erst fabriziert werden muss und daher von sich aus schon berührend und befriedigend ist. Wenn wir dies noch in den räumlichen Bewegungsausdruck mitnehmen, potenzieren sich unsere Möglichkeiten offensichtlich, und es wird unglaublich spannend herauszufinden, in welchen Tanz unsere Körper uns wohl führen werden.

Ralf Jaroschinski

dancing- playing - flowing

Wir gehen auf die Entdeckungsreise was die Contactimprovisation alles zu bieten hat. Wir erforschen das Tanzen in der Verbindung, mit den Kräften die freigesetzt werden. Mit Spielen und spielerischen Übungen werden wir lachend mit unseren Instinkten und Reflexen arbeiten. Wir finden so schnell zu unserem Flow im Tanz. Aufbauend auf den Basics wie Gewicht teilen, rollen, Wahrnehmung etc. forschen und experimentieren wir weiter in den Tiefen der CI. Themen wie Durchlässigkeit-Stabilität, kopfüber werden wir vom improvisatorischen sowie vom technischen Aspekt her erfahren. Tanzen, spielen mit der Dynamik, mal kämpferisch, mal verspielt, mal sanft, mal roh,.. – durch all diese verschiedenen Farben werden wir durchtauchen.
Miteinander Tanzen, Spass haben zusammen sind auch Ziele in diesem Unterricht.

Dieser Intensive eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene.

Muriel Jeanne Mollet

Ist Dozentin an der Höheren Fachschule für Bühnentanz in Zürich. Sie arbeitet als Tanzpädagogin, Anleiterin Kampfesspiele® (Gewaltprävention für Jugendliche in den Schulen), Performerin, mit systemischer Erlebnispädagogik und als Wassertherapeutin. Nach Erhalt des SBTG-Diploms als Bewegungspädagogin (1989) studierte sie Elementaren Tanz an der Sporthochschule Köln. Kontinuierliche Weiterbildungen in verschiedenen Tanz- und Improvisationstechniken & in Kampfsportarten wie Capoeira und Shinson Hapkido und Stockkampf. Sie war Leiterin und Gründerin des SURIEL tanztheaters 1993-97 und langjähriges Mitglied des Impro-, Research- & Performancekollektivs „x-group“. Auftritte mit eigenen Soloproduktionen, Gruppenstücken und Capoeira-Shows führten sie durch die Schweiz und ins Ausland. Sie unterrichtet seit 18 Jahren Contactimprovisation - für ganz unterschiedlichen Gruppen („Normalver-rückte & ver-rückte“, & Tanzkompanien, Tanztheater Dritter Frühling (+ 60), Kinder, etc.). Ihre Leidenschaft für Contactimprovisation gibt sie in ihrem Unterricht weiter.
Freudvolles Tanzen, Spiele, Experimentieren mit physischen Kräften, Extreme und Grenzen entdecken, Rhythmus, Musik und „Flow“ (Fliessen, Bewegungsfluss) sind die wichtigsten Aspekte in ihrem Unterricht und Tanzen. In ihren Workshops versucht sie eine Balance zu finden zwischen Technik, Improvisationsaufgaben und sensitiven Wahrnehmungs- und Bewusstseinsübungen.